Wangen

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VVangen, ehemalige freye Reichsstadt mit 1800 Einwohnern (oder nach der Zählung im J. 1807 mit 1480 Einw.), im Algöw, in Schwaben, wo viel Leinwand, schönes Papier, Sensen, Sicheln und andere Eisenarbeit gemacht wird. Sie ist gut gebaut und liegt auf einer Höhe, unter welcher das Wasser Obernarg vorbey fließt. Ihre Einwohner sind katholisch.

Das Gebieth der Stadt enthielt auf 3/4 QM. 4 Pfarrdörfer und mehrere Weiler; andere Dörfer lagen unter Oesterreich. Hoheit in der Grafschaft Tettnang. Die ganze Bevölkerung der Stadt und des Landes betrug gegen 4300 Seelen; die Einkünfte schätzte man gegen 18000 Gulden.

Im J. 1803 kam die Stadt mit ihrem Gebiethe als Entschädigung an Baiern. Aus dem Gebiethe wurde ein Landgericht gebildet, welches im J. 1807. 1785 Einwoh. (ohne die Stadt) hatte. Es gehörte zum Illerkreis.

Aber im J. 1810 wurde die Stadt mit der größern nördlichen Hälfte des Landgerichts an Würtemberg abgetreten, und gehört nun als Oberamt (welches zugleich Ißny) begreift,) zur Landvogtey an dem Bodensee.

Zu einem Römermonath gab die Stadt 40 fl. und zu einem Kammerziel 45 Thaler 54 Kr.

Ihr Wappen ist, im silbernen Felde, ein schwarzer Adler, auf dessen Brust ein rothes Schildchen mit einem silbernen W ruhet.


Quellen und Literatur.

  • Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte zu Landshut. Landshut, bei Philipp Krüll, Universitätsbuchhändler. 1811.