Piron de La Varenne

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Piron, von Lavaréne bey Oudon, General der Vendee, machte zuerst einen Feldzug unter den Cheveaux-Legers bey der Armee der Prinzen, ging hierauf in die Bretagne zurück, versuchte umsonst im März 1793 seinen Kanton in Aufruhr zu bringen, ging, da auf dieser Seite sein Plan gescheitert war, mit etlichen funfzig Bretagniern über die Loire und vereinigte sich mit Bonchamp, dessen Freund er wurde.

Piron folgte anfangs der katholisch-royalistischen Armee der Vendee als blosser Privatmann, und erst im Monat Juny stellte man ihn als Offizier an. Er zeichnete sich bey mehreren Gelegenheiten aus, namentlich den 18. July bey Vihiers in dem Siege über die Republikaner, welche darin 25 Kanonen, alle ihre Munitionen und 3000 Gefangene verloren. Er befand sich mit Bonchamp in dem Gefechte bey Torffou und half durch seine persönliche Tapferkeit die Armee von Mainz zurückschlagen.

Als sich die Vendeer von allen Seiten in die Enge getrieben sahen, und eine Schlacht bei Mortagne und Chollet ihr Loos entscheiden sollte, rief Bonchamp Piron, der damals die Avantgarde der Division von Lirot-la-Patrouillère kommandirte, zu sich; Piron traf auf dem Schlachtfelde von Chollet während der Action ein und half, durch seine persönliche Tapferkeit, den Rückzug von dem Ueberreste der Armee decken. Er ging hierauf im Oktober 1793 über die Loire, that sich in der Schlacht von Laval hervor, und befand sich bey der Belagerung von Granville und den Niederlagen von Mans und Savenay, wo er eine Division kommandirte.

Er hielt sich hierauf einige Monate lang in der Gegend von Nantes verborgen, suchte vergebens das Land zur Unterstützung der Chouans aufzuwiegeln, und da er wieder über die Loire gehen wollte, um sich mit den Vendeern zu vereinigen, wurde er von einer Kanonierschaluppe eingeholt und in seinem Schiffe von Flintenkugeln getödtet.

Piron wird für einen Helden der Vendee angesehen, und die Vendeer feyerten seinen Namen in ihren Kriegsgesängen.

Quellen und Literatur

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.