Joseph Johann von Ferraris

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Ferraris, (Graf Jos. v.), kaiserlicher Feldzeugmeister, Großkreuz des Theresienordens xc. xc.

Er wurde 1789 mit dem General Lilien nach Brabant geschickt, um mit dem Belgiern zu unterhandeln und im Fall daß die Feindseligkeiten fortwährten, gegen sie zu dienen. Die Stände ließen ihn zu Brüssel arretiren, und nicht eher wieder frey, bis er sein Ehrenwort gegeben, nicht mehr gegen die Brabanter Nation zu fechten.

1793 war er in den Niederlanden gegen die Franzosen angestellt und that sich zu Quieverain den 1. May und den 23sten bey der Einnahme des Lagers von Famars hervor, wo er eine der kaiserlichen Kolonnen kommandirte. Der Prinz von Koburg übertrug ihm im Juny die Belagerung von Valenciennes unter dem Herzoge von York; er war es, der alle Unternehmungen gegen diesen Platz leitete, und ward den 27. July bey dem Angriff auf den verdeckten Weg verwundet.

Der Kaiser ernannte ihn den 16. August zum Vicepräsidenten des Hofkriegsraths und Großkreuz des Maria Theresien Ordens und beschenkte ihn mit einer mit Brillianten besetzten Tabatiere.

Nachdem er aus der Gnade gefallen zu seyn schien, legte er im May 1796 seine Stelle nieder.

Er ist Verfasser der berühmten Karte von Belgien, welche Joseph II. vorgelegt wurde.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.